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Kreisbereitschaftsübung in Lüneburg
Am Samstag, den 21. Oktober um 6.00 Uhr sammelte sich die gesamte
Kreisfeuerwehrbereitschaft Celle am Sammelplatz in Offen zur Jahresübung. Die
fünf Züge und die Fahrzeuge der Führungsgruppe fuhren nach einer kleinen
Zugführerbesprechung und dem Antreten aller Einsatzkräfte in den Landkreis
Lüneburg und dort nach Volkstorf in der Gemeinde Vastorf.
Aus dem Bereitstellungsraum wurde der Kreisfeuerwehrbereitschaftsführer Andreas
Koch und der Zugführer z.b.v., Thomas Strothmann, durch die Übungsleitung
abgeholt und in die Übungslage auf einem großen Betriebsgelände eingewiesen.
Anschließend wurden den Zugführern im Bereitstellungsraum ihre Einsatzabschnitte
zugewiesen und die Erkundung konnte erfolgen.
Im ersten Einsatzabschnitt, dem der vierte Zug zugewiesen wurde, gab es ein
Feuer in einer Werkstatthalle und es waren noch vier Personen im total
verrauchten Gebäude vermisst. Die Menschenrettung und die Brandbekämpfung
gestalteten sich als schwierig, da sich die großen Hallentore nicht öffnen
ließen und alle eingesetzten Atemschutzgeräteträger nur durch eine kleine Tür
vordringen mussten. Die vermissten und teilweise verletzten Personen konnten
durch die starke Rauchentwicklung nur sehr schwer gefunden und gerettet werden.
Der erste Zug unterstützte die Löscharbeiten durch einen Pendelverkehr für das
Löschwasser vom Elbeseitenkanal bis zur Einsatzstelle. Der dritte Zug verlegte
eine ca. 600 Meter lange Wasserversorgung von einer auf dem Betriebsgelände
liegenden Teichanlage zur Einsatzstelle.
Die Führungsgruppe baute eine Einsatzleitung mit dem Einsatzleitfahrzeug 21-60
aus Langlingen auf. Der zweite Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Celle musste
auf einem nahe gelegenen Lagerplatz eine Person unter einem 10 m³ fassenden
Schuttcontainer und unter einem Radlader befreien. Hierzu wurden Hebekissen und
Unterbauhölzer benutzt. Des Weiteren mussten einige hilflose und schockierte
Personen auf dem Lagerplatz eingesammelt und betreut werden.
In einer Trichteranlage für Schüttgüter sind zwei Personen verschüttet worden.
Frei Kräfte des dritten Zuges befreiten und kümmerten sich um eine verschüttete
Person, die andere Person wurde von Kräften des ersten Zuges gerettet. Die
anderen Kräfte des ersten Zuges mussten, nachdem die Wasserversorgung durch den
dritten Zug zum ersten Einsatzabschnitt sichergestellt war, aus einem
unterirdischen Kanal zwei Personen befreien.
Der zweite Zug musste nach der erste Lage drei weitere Personen aus einer
Tunnelanlage, in dem ein Förderband eingebaut war, befreien. Hier hatte sich ein
Feuer ausgebreitet und den darin befindlichen Personen den Rückweg
abgeschnitten. Vier Atemschutztrupps löschten die Flammen, retteten die Personen
und übergaben diese an den Rettungsdienst.
Die Betreuung der verletzten Personen während der gesamten Übung wurde durch
Feuerwehrleute und Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes, die im fünften Zug der
Feuerwehrbereitschaft des Landkreises Celle (Logistik) integriert sind,
übernommen. Andere Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus dem fünften Zug
sorgten am Feuerwehrhaus in Vastorf für die Verpflegung der Einsatzkräfte. Nach
der Übung gab es für alle Kohlrouladen mit Kartoffeln. Weitere Einsatzkräfte des
fünften Zuges waren für die Logistik an der Einsatzstelle zuständig und
tauschten verbrauchte Atemschutzgeräte und benutzte Schläuche.
Kreisfeuerwehrbereitschaftsführer Andreas Koch und Kreisbrandmeister Gerd
Bakeberg bedankten sich bei allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit und
besonders bei den Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Lüneburg für die
Ausarbeitung dieser anspruchsvollen Übung. Vertretend für die Lüneburger
Feuerwehrkameraden nahm der stellvertretende Kreisbrandmeister Henning Banse ein
kleines Geschenk entgegen.
Nachdem die gesamte Kreisfeuerwehrbereitschaft Celle in Bergen getankt hatte,
konnten alle 175 Einsatzkräfte in die Standorte einrücken und die Übung war nach
fast zwölf Stunden beendet.
Olaf Rebmann, stv. Kreispressewart!!
Fotos gibt es im
Fotoalbum !!!!!
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